“Auch dem Wissen nutzt es wenig, dass es im Prinzip allen gehört, wenn in der Praxis Wissen nur über die mediale Repräsentation in Informationsprodukten zugriffsfähig gemacht werden kann…”
(Rainer Kuhlen, IWP 59, 6-7, p. 338, 2008)

Die Einrichtungen der Informationsinfrastruktur versorgen uns mit Informations­produkten, die wir für das Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft brauchen.

Informationsinfrastruktur

Unter Informationsinfrastruktur verstehen wir Einrichtungen für die Öffentlichkeit wie

  • Bibliotheken, Archive, Museen und Forschungsdatensammlungen: Sie befassen sich damit, Dokumente (“Medien” mit Inhalten) systematisch zu sammeln, zu dokumentieren und bereitzustellen.
  • Dokumentations- und Informationszentren: Fachinformation zu bestimmten Fachbereichen
  • Verwaltung und Fachverbände: Rechtsinformation, Gesundheitsinformation
  • Patentämter, Normungsinstitute: technische Informationen
  • Agenturen: News, Produkt- und Marktinformationen
  • Verlage: mit Buchhandel und Medien
  • Betreiber von Internet-Portalen

Die Liste lässt sich sicher noch ergänzen!

Nationale Informationsinfrastruktur

“Nationale Informationsinfrastruktur” ist im selben Sinne wie Nationalbibliothek oder Nationalfeiertag zu verstehen. “National” bezieht sich dabei nicht auf eine konkrete Nation, sondern weist auf die allgemeine Bedeutung für die (jede) Gesellschaft hin.

Im Gegensatz dazu stehen die innerbetrieblichen Informationsinfrastrukturen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie NICHT der Gesellschaft als solcher, sondern nur einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Im Unternehmenskontext wird damit meistens die technische Infrastruktur für “Information und Kommunikation”, also Ethernet, WLAN, Telefon, IT-Abteilung usw. bezeichnet, nicht aber das Unternehmenswissen selbst. Innerbetriebliche Informationsstellen sind allerdings auch Kunden der nationalen Informationsinfrastruktur, insofern als sie Informationen von außen beschaffen.

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